Schreibgruppe Herzautoren

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Begleiteter Kurs

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Schreibe und wachse mit Deinem Herzensbuch

Schreibe und es entsteht ... 
Wege entstehen beim Gehen und Bücher beim Schreiben ....


Dein Herzensbuch brodelt in Dir und will in die Welt, Du willst - Du musst !!! -  es schreiben, aber weißt nicht wie? 
Hast keine Ahnung, in welche Form Du es gießen sollst, damit es ein berührendes Buch mit Deiner Botschaft wird? Geschweige denn, was Du beachten sollst und wie Schreibhandwerk geht? Und überhaupt, ein eigenes Buch schreiben, klingt so groß und übermächtig. Viel zu groß, als dass Du es jemals schaffen könntest?

Hier ist eine authentische Gemeinschaft von Herzblut-Autoren. 
Traue dich und schreibe ...
Schreibe und teile - nutze die Kraft der authentischen Gemeinschaft.

Und ich begleite dich auf deinem Weg ...



Schreibgruppe Herzautoren

Allgemeines

4 Lektionen

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2026

2 Lektionen

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Über Deine Wegbegleiterin

Heike Stadelmann

Ich bin ...
Heike
Ich bin Autorin - und schreibe aus dem Herzen. Ich bin Schreib- und Lebensbegleiterin und begleite aus der Tiefe meines Herzens - voller Hingabe.
Einfach, weil es mein Ruf ist, Menschen beim Entdecken und Schreiben ihrer wahren Herzensworte und Seelen-Ichs zu begleiten. Ich mache ihnen Mut, sich und der Stimme in sich zu vertrauen.
Meine Ausbildung ist das Leben selbst, viele Kurse, auch Persönlichkeitsentwicklung. Denn Schreiben ist tiefste Persönlichkeitsentwicklung. Meine Begleiter, Mutter Erde, lichtvolle Wesen und Menschen um mich herum, sowie die Tiere, die Pferde, - sie lehrten und lehren mich wieder und wieder Präsenz - hier. Jetzt. Auch das ist, was du beim Schreiben brauchst und findest.
So vertraue Dich mir an - Entfessle Deine wahre Kraft - Entfalte Dein Selbst. Ich bin bei Dir.
Gemeinsam öffnen wir den magischen Raum der unendlichen Möglichkeiten und schauen, was entsteht ...

  • Meine neue Heldenreise in mein Herzensbuch 20092026
    Szene 20092026 Elza verwandelt sich in ihr authentisches Ich.
    Ich fühle, dass mein gesamtes Leben, welches mich bisher für Stabilität begleitet hat in tausend Stücke zerfällt. Die letzten Monate suche ich mit einer unheimlichen Sehnsucht nach Halt. Nach stabilen Beziehungen, nach liebender Partnerschaft und ich finde es in Teilstücken, die mich jedoch nicht wirklich glücklich oder stabil machen. Ich sehe den Himmel, die Erde, weite Landschaften und ich fühle mich darin verloren. Ich fühle mich verloren. So dass es mich fast zerreisst und ich mich gefühlslos machen muss, damit ich es überhaupt aushalte. Ich habe es noch nie erlebt, dieses fallen, dieses verlieren, diese Unsicherheit, wer ich in den letzten Monaten überhaupt bin. Ja manchmal würde ich mein noch Leben in die Hände von anderen legen. Ich wünsche mir eine Hand, die mich vorwärts trägt, die es jedoch nicht gibt. Keine eigene Familie, keine Kinder. Freundinnen, welche in in ihren stabilen Welten leben. Generationen, welche weiter gestrickt wurden. Ich bleibe zurück ohne diese Zukunft.
    Ich hänge an einem dünnen Faden. Die Welt, so wie ich sie heute schaue, bricht auch im Aussen in tausend kleine Stücke. Mir scheint sie verblasst in ihren Werten.
    Meine kleine Hündin, sie kennt meine Wunde, sie blieb immer da und schaut tief in mein Herz. Unsere Wunden sind die gleichen. Sie versteht.
    Seit Jahresbeginn ist meine Lebensgeschichte geschrieben, sie hat ein Ende gefunden.
    Das was mich nach dem Tode meiner Eltern gehalten hat. Meine Geschichte zu ordnen in eine Form gebracht. Die Familiengeschichte beleuchtet, mich beleuchtet. Und nun gibt es nichts mehr, was noch zu sagen wäre. Ich bin bei mir angelangt und doch fühlt es sich leer an.
    Mein Herz hat die Richtung noch nicht gefunden, was das weitere Ziel sein soll.
    So ziehe ich mich aus meinen Gedanken zurück und gebe mich dem Prozess hin. Wohin weiss ich auch nicht. Ich reise, ich gehe weg. Und suche mit meiner Sehnsucht nach Orientierung neu.
    Und tauche ab in die Urwunde, die mich nun auf einer ganz anderen Ebene erfasst. Der Sinnebene. Wo ist der wirkliche Sinn des >Lebens. In Aufgaben, im Kümmern. Im Schreiben, im Schauen, im lebendigen Leben. Und wo ist es?
    Ein wichtiger Teil löst sich in mir auf. Ich dachte, mein Buch wäre die Lösung. Ich dachte mein Buch wäre die Befreiung.
    Und jetzt liegt die Geschichte da und wirkt inhaltslos.
    Ich weiss, dass ich mich irgendjemandem nähere, dass irgendetwas neu entfacht werden möchte. Und ich weiss zugleich nichts.
    Das ist ein schreckliches Gefühl und doch ist es notwendig, um neue Schritte zu tun.
    Ich reise. Ich suche Kontakt und Verbindung.
    Dieses erneute Fallen in meine Urwunde, noch tiefer, hätte ich nicht erwartet. Sie reisst mich mit und will mir etwas sagen. Sie will mir erneut eine Lebensaufgabe geben. Sie will gesehen werde, damit ich sehe.
    So war es immer. So war mein Leben immer. Der Tiefe Schmerz etwas zu verlieren hat mich hinabgestürzt in die Verliesse meiner Seele. In das, was ich nie hatte, nie wusste und was zur Gewissheit werden möchte.
    Meine Geschichte ist geschrieben. Bis zum letzten Punkt auf mein Papier gebracht. Und jetzt erfasst mich die Leere. Die Freude verblasst.
    Ich packe meine Koffer und ich mache mich auf den Weg. Und ich nehme sie mit, die Wunde, welche nicht mehr stillhält.
    Diese innere Isolation. Mein Optimismus ist in den Wolken verschwunden, meine Einsamkeit erreicht eine Stärke, welche ich bis anhin nie so stark gespürt habe. Das kleine alte Ich taucht in ein Verlorensein hinab. In dieses unendliches Verlorensein, wo Sinn und Halt entschwindet. Zusammenbruch der Eckpfeiler, Zusammenbruch der Struktur.
    Leben und Lebendigkeit ruft es mir zu. Ich muss raus aus diesem Tunnel und darf es trotzdem nicht ignorieren. Mich, meine Gefühle, mein Eckpfeiler, welche mich durchs Leben getragen hat.
    Ich bin ich und ich brauche mir nicht mehr die Frage zu stellen, wer ich bin. Ich habe aus meiner Urwunde mein Leben erschaffen, ich habe aus meiner Urwunde meine Stärken und Schwächen geschaffen. Ich habe meine eigene Welt erschaffen.
    Und nun frage ich mich nach allem was ich mir erschaffen habe, ob es noch Sinn macht.
    Jetzt und heute habe ich keine Ahnung, wo mich der Weg hinführt. Und ich raffe all mein Vertrauen zusammen, um zu einer Antwort zu kommen.
    Ich sehne mich danach, dass die Liebe zu mir zurückkehrt.
    In der Bretagne bin ich im Morast versunken. Wirklich wahr. Immer tiefer bis zu den Hüften. Der Morast gab nach, der Boden hielt nicht mehr. Ich versank, tiefer und tiefer und ich spürte plötzlich das, was mir verloren schien. Meine Lebendigkeit. Mein Überlebenswillen. Die Kraft, welche entsteht,
    Ich wollte raus und ich konnte trotzdem nicht. Ich steckte fest. Ich sank tiefer. War gefangen in einer Not und spürte diese eine Kraft, den Überlebenswillen, den Lebenswillen. Neben der realen Gefahr kommt der bedeutungsvolle Moment, der Verstand schaltet komplett aus. Das eigentliche Ich reagiert. Man will einfach nur raus., raus aus dem Sumpf und weg von der Gefahr. Der Schmerz verschwindet, die Gedanken sind weggeblasen von einer Sekunde auf den anderen. Kein Kopfsumpf mehr.
    Wieder hinein in das Leben. Hinein in die Hoffnung und den Mut Dieser Moment, wo nichts mehr anderes an Bedeutung gewinnt als aus eigener Kraft zurück
    Der Ast war meine Rettung, an dem ich mich herausschälen konnte. Mein Partner warf ihn mir zu. Der Mann, von dem ich glaubte, dass nur ich ihn stützen kann. Ich bin seit Monaten überfordert mit meinen Bildern, welche ich von ihm habe. Ein altes Männer-Vaterbild aus meiner Geschichte.
    Auf ihn, meinem Partner, landeten mit der Geschichtenschreiberei und dem Aufrollen meiner alten Geschichten viele Worte, die nicht zu ihm gehören sollten. Projektionen sind eine Qual und dennoch notwendig. Etwas heilte mit diesem Ast in mir.
    Ich sah, wie dieses Unsichtbare, das mein Partner-Leben steuerte immer wieder wirkt. Immer wieder da ist. Ein Puzzleteil erhellte sich im Morast.
    Ein Puzzleteil zu der Leere erhellte sich. Etwas passierte zentral im Morast.
    Die Lebendigkeit kehrte zurück.
    Und so angelte ich mich an dem Ast hinaus aus dem Moormorast. Die Bilder des schottischen Moors aus Kriminalstücken bekamen ein anderes Video. Ich versank nicht, ich befreite mich mit der Hilfe von seinem Ast. Im richtigen Moment. Geschützt im richtigen Moment.
    Ich schälte mich Stück für Stück aus der klebrigen Masse. Ich befreite mich. Zog meine Beine hoch und hielt mich am Ufer fest.
    An mir klebte der ganze Morast. Das doppelt- und dreifache Gewicht klebte an meinen Hosenbeinen. Wir stehen uns gegenüber. Dazwischen der scheinbar trockene Kanal.
    Eine weitere Suche des sicheren Übergangs. Es dauert lange, bis wir einen Ausweg gefunden haben und er nur mit schwarzen Schuhen rüberkommt. Es gelingt. Teamwork erfolgreich.
    Ein zweites kleines Wunder taucht in der Ferne auf. Ein Badesee. Hier steigen wir hinein in warmes Wasser mit allen Kleidern. Ein perfektes Reinigungsritual. Der Morast dem See übergebend. Sich befreien, von allem Alten, allem Verschobenen, das Unsichtbare wurde sichtbar. Ich wusch meine orientierungslosen Gedanken ab, liess sie im See zurück. Meine gesamten verschobenen Gedanken und plötzlich kam meine Lebendigkeit zurück. Wir lachten, wir befreiten unsere Enge.
    Der Morast hat mich aufgerüttelt und mir gezeigt, dass ich noch am Leben bin.
    Hier in der Bretagne schwankte ich und nahm meine unsichtbare Traurigkeit und meine unsichtbare Unzufriedenheit mit. Getrieben von der Sehnsucht nach Antwort und Befreiung. So einfach war es nicht.
    Diese Leere, welche mich ein Leben lang begleitet hat, zeigte mir erneut mich.
    Hat mich gepackt mit ihren Krallen, diese Wunde hat mich sehend gemacht. Diese Wunde liegt nun nackt vor mir. Und mit allem, was ich tat sie zu verbergen, gab es keinen Ausweg.
    Ich fühle sie und ich fühle die Leere und ich fühle die Verbindung zur Wahrheit. Wenn ich ehrlich bin, gibt es kein Ausweichen vor dem eigenen Ich, vor den Schatten und vor der Stärke. Es gibt kein Ausweichen vor der Sichtbarkeit der Dinge.

    Alle Verletzungen möchten geheilt und gesehen werden und auch der Weg wie eine Wunde sich im Leben zeigt, was sie alles veranstaltet, um gesehen zu werden, dass soll vielleicht meine neue Geschichte werden.
    Eigentlich habe ich mich in dem Moment gefunden, wo ich mich dieser Verlassenheit, dieser Suche nach Liebe, diesem Schmerz nach Halt, dieser unendlichen Leere, dieser Sehnsucht nach Wahrheit und Wissen begegnet bin, da genau da, habe ich mich wieder gefunden.
    Der Morast hat das Tüpfelchen auf’s i gesetzt.
    Die Wunden der Kindheit werden unweigerlich fortgesetzt. Es gibt kein Vergessen und genau darüber soll meine neue Geschichte schreiben.

    Szene 21092026 Herzensbuch Wer bin ich? Wer bin ich heute mit meiner unsichtbaren Wunde. Wer bin ich mit dem Geheimnis meiner Familie?
    Du tauchst auf. Du kleines Wesen, dass du in ein Geheimnis hineingeboren wurdest.
    So klein und schutzbedürftig, so klein und hilflos, so klein und neugierig, so klein und schwach und stark. Denn deine Geburt hast du gemeistert. Du hast dich in diese Welt hineingeboren. Du wolltest es, du hast dich entschieden, wer auch immer dir dabei geholfen hat. Niemand weiss es, es kommt einfach, du kommst einfach. Wohin weisst du nicht, was auf dich wartet weisst du nicht. Du vertraust blindlings. Du vertraust dem grossen Ganzen, das dich umgibt, dass dich hierhergebracht hat.
    So liegst du und wartest auf das, was dir begegnet. Du bist erstmals willkommen, so fühlst du es. Drei Monate Sicherheit und Wohlgefühl.
    Hinaus in die Welt. Ich bin schon jemand, ich bin mein kleiner Körper und ich fühle Hände, die mich halten und berühren. Ich sehe in grosse Augen und in kleine Augen. Meine Schwester, sie lächelt. Mein Vater und meine Mutter sie lächeln.
    Hier entsteht mein Urvertrauen, drei Monate lang liege ich sicher, fühle ich mich sicher. Ihr seht mich, ihr hört mich, ihr gebt mir zu essen, ihr lacht mit mir, ihr schaut mich an.
    Und plötzlich ändert sich etwas.
    Seht ihr mich noch? Hört ihr mich noch? Fühlt ihr mich noch? Wo sind eure Gedanken? Welch Schmerz taucht hier auf, wohin wandert ihr mit euren Gefühlen.
    Leere, wo bin ich denn, plötzlich? Was ist passiert? Was geht hier vor? Ich spüre die Hand meiner Schwester. Sie ist bei mir. Ich sehe meine Grossmutter sie ist bei uns, den Kleinen.
    Meine kleinen Augen sind verschwommen, mein Blick unsichtbar. Ich fühle etwas, was ich nicht finde. Ich liege in den Armen und spüre die durchtrennte Wärme. Ich liege still und ruhig und warte. Nebel umfasst mich. Ich friere manchmal, nicht weil mir meine Kleider fehlen, nein es ist kalt und ich fühle das mir Halt entschwindet. Etwas stimmt nicht und ich fühle Angst.
    Ein grünlich grauer Nebel schwebt über mir. Meine Schwester sie lächelt nicht mehr. Ihr Blick ist traurig. Etwas trifft mein Herz. Schwere drückt auf uns alle. Mein kleines Herz weiss nicht wieso. Meine Mutter verändert sich. Sie ist traurig, wütend, ernst. Ich verliere den Kontakt, die Verbindung. Ich fühle Nichts, und alles.
    Ein Teil in mir versinkt ins Ungewisse, weit nach unten, weit weg von mir.
    Ich werde am Ufer des Lebens mitgerissen in ein Geheimnis, das ich nicht kenne und meine Flucht wurde von oben geführt. Sie haben mich nicht allein gelassen, wer auch immer im Land des grossen Ganzen wohnt. Dort gab es Steuerung, dort hat mich eine Hand geführt. Man liess mich nicht allein und dennoch fühlte ich so etwas wie Einsamkeit. Ich fliehe und weiss nicht wohin.
    Ich habe nicht geschrien, ich habe vielleicht geweint, gewimmert, mit grossen Augen nach Sicherheit gesucht. Nur etwas war zerbrochen. Die Wärme kehrte nicht zurück.
    Sie konnten mich nicht hören. Weit weg in ihrem Drama, von dem ich nichts wusste. Wie kann ein kleines Wesen verstehen was da ist und fehlt. Plötzlich.
    Dunkel aufziehende Wolken, die es umgibt, die die Familie umgibt. Die sich nicht auflösen noch nicht.
    Dieser grünliche dunkle Nebel, welcher sie umgibt, hilft ihr ihr kleines Wesen zu beruhigen. Sie liegt und wartet und sie wird in eine Welt geführt, wo sie sich in Sicherheit bringt. Eine innere Welt, ihre eigene kleine Welt. Und sie tauft es unwissend das Marland. Es gehört nur ihr allein.
    In dieser Welt hält sie sich aus, mit allem, was sie nicht weiss, mit allem, was sie noch nicht ist. Dorthin zieht sie sich zurück und ist still. Es schmerzt. Sie taucht in dieses Land des Vergessens.
    Sie kann träumen und so tun als ob. Sie fühlt die liebenden Arme zurück, sie sieht wieder das Lächeln, das mal da war. Sie sehnt sich nach etwas, was verloren ging und sie wusste nicht was.
    Im Marland rettet sie ihr kleines Ich. Dort wird sie einen Weg gehen, wo sie versucht zu verstehen, was sie ist. Es wird lange dauern. Der Schmerz ist tief eingeschlossen, unbekannt und verborgen.
    Eingeschlossen in den dunklen Verliessen ihres Herzens. Er liegt dort und lange Zeit wird er nicht auftauchen.
    Sie vergisst ihn, sie weiss von ihm nichts.
    Das Marland ist ein Land, wo sie ein Teil ihrer Lebendigkeit am Leben erhält. Wo sie durchgerüttelt und durchgeschüttelt wird.
    Dort versteckt sie ihren Schmerz. Dieser Schmerz, welcher unsichtbar in ihr Leben getreten ist. Im Marland nimmt sie ihn mit. Sie lebt weiter mit etwas, was sie nicht weiss und doch quält sie dieses Gefühl ihr ganzes Leben lang, bis zu diesem einen Moment, wo ihre Wunde aus den Tiefen des Versinkens aufgetaucht ist.
    Das Marland liegt im Norden und sämtliche Gestalten werden erst geboren, die ihr im Laufe ihres Lebens den Weg erleichtern und erschweren.
    Noch sind sie schweigsam und halten still. Noch.
    In ihrem eigentlichen Land, das Land ihrer Eltern und Grosseltern und Urgrosseltern, dieses Land hat noch keine Konturen. Es ist verschwommen und mit unsichtbaren befleckt belegt und beschwert.
    Nach kurzen drei Lebens-Monaten hat sie ein Stück ihres Vertrauens verloren, von dem sie noch nichts weiss. Sie hat ein Stück Halt verloren, von dem sie noch nichts weiss. Sie hat der Leere in die Augen geblickt, von der sie noch nichts weiss.
    Sie hat ein Stück Liebe verloren, von der sie noch nichts weiss.
    Sie hat etwas Verloren von dem sie noch nichts weiss.
    Es gibt im Moment kein Lächeln mehr.
    Die Schwere hat sich über ihr Bettchen gelegt. Die Schwere hat sich auf ihr sicheres zu Hause gelegt, auf das Dorf und die Umgebung. Alle tragen ein altes Gewicht und ein neues ist hinzugekommen.
    Ich kenne die Last nicht. ich fühle mich nur unendlich allein.
    Der Boden hält nicht mehr. Ich schaue links und rechts und ich weiss nicht mehr, wo ich bin. Aber mein Marland hält mich am Leben, mein Zauberland, mein Traumland, meinen Ort, der nur mir ALLEIN gehört. Und draussen im Wahrland lasse ich geschehen und passe mich an.
    Erst nach vielen Jahren finde ich die Antworten, finde ich wieder die Verbindung.
    Nur diese Lücke, diese unendliche schmerzhafte Lücke bleibt. Sie bleibt mein Leben lang.
    Das ist die Geschichte meiner Urwunde, die mein Leben bestimmte. Sie, welche mich durch viele Lebensschlaufen zu mir selbst bringen wird. Eine Odyssey an das Leben, wie es ist, wenn das Unsichtbare das Leben bestimmt
    Es ist eine Geschichte, wie Stärken und Schwächen ihr Stelldichein leben. Wie Stärken aus dem Unsichtbar gedeihen und Schwächen zu Stärken werden. Wie Schwächen schwächen und Stärken erblühen.
    Es ist eine Geschichte wie das Unterbewusstsein nach Bewusstsein ringt und wie die Suche nach der eigenen Wahrheit, dem Leben einen Sinn gibt.
    Es wird eine Geschichte, nach der Suche meiner Wahrheit und schlussendlich nach mir selbst.
    Eine Geschichte nach der Suche nach der Wahrheit meiner Eltern, nach einem Geheimnis was ich viele Jahre nicht kannte.
    Es ist eine Geschichte mit dem Kampf meinem eigenen Schatten zu begegnen. Es ist eine Geschichte, um das Ringen meiner eigenen Lebendigkeit, meinem eigenen Urwesen auf die Spur zu kommen. Die Widerhaken zu entdecken, die inneren Stimmen anzuhören und dem Vertrauen und er Wahrnehmung zu folgen.
    Es ist eine Geschichte, welche mich dorthin führte, mich, mein gelebtes Leben, Trauer und Freude anzunehmen. Das Leben anzunehmen mit allem, was ich bin und geworden bin.

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