Schreibe und wachse mit Deinem Herzensbuch - Lerne Dich und das Schreibhandwerk kennen.
Schreibe und es entsteht ...
Wege entstehen beim Gehen und Bücher beim Schreiben ....
Dein Herzensbuch brodelt in Dir und will in die Welt, Du willst - Du musst !!! - es schreiben, aber weißt nicht wie?
Hast keine Ahnung, in welche Form Du es gießen sollst, damit es ein berührendes Buch mit Deiner Botschaft wird? Geschweige denn, was Du beachten sollst und wie Schreibhandwerk geht? Und überhaupt, ein eigenes Buch schreiben, klingt so groß und übermächtig. Viel zu groß, als dass Du es jemals schaffen könntest?
Ich nehme Dich an der Hand und zeige Dir wie - Struktur und Bauch und genau das richtige Zusammenspiel:
Herz gibt den Ton an, Kopf folgt. Zielsicher manövriere ich Dich durch das Labyrinth des Schreibhandwerk-Strudels und all der Blockaden, die auf dem Weg zu Deinem Herzensbuch liegen.
Folge mir ...
Zoom-Termine: Letzte Mittwoch im Monat, jeweils Mittwoch ca. 20 - 21.30 Uhr
Ausnahme Dezember!!!! 18.12.24
Wenn du nicht kannst, kein Probelm, die Zoom-Konferenzen werden aufgezeichnet - lade dir die Aufzeichnungen herunter, wenn du sie behalten willst, da ich sie dann lösche.
Liebste Heike, ein kleiner Teil der (vom Aufbau neuen) Liebesszene habe ich fertig. Was sagst du dazu?
Szene.58_Tristan_Marktplatz-Laia_10.April2026
Ein Phönix. So echt. So real. Laia malt und malt. Sie IST der Phönix. Bereit zu fliegen… Endlich.
Laia spürt, wie der Phönix zum Leben erweckt werden möchte, wie er sich streckt in die Lüfte, wie um gleich loszufliegen. „Gleich bist du frei!“, flüstert sie. „Gleich…!“
´Sie muss hier sein! Ich brauche sie! Jetzt!´ Er sieht das Zelt von außen. Er kann Klamotten, Gürtel und Schmuckstücke erkennen. ´Das muss es sein! Ich hoffe, sie ist hier drin! Puh, wenn die Menschen wüssten, wie viel an ihr hängt. Dass sie darüber entscheidet, ob ein ganzes Königreich weiter besteht … oder fällt. Ich muss sie nur noch finden…! Ich hoffe, er hat recht mit seiner Berechnung.´
Laia legt den Farbstift aus der Hand. Sie streckt ihren Kopf nach hinten. Ihre Augen hat sie geschlossen. Die gesamte Zeit hat sie es fließen lassen – den kreativen Strom aus der unerschöpflichen Quelle.
Sie kann die Stimme ihrer Mutter hören: „Du musst ein Motiv malen können, ohne auch nur ein Auge darauf werfen zu müssen. Du brauchst keinen prüfenden Blick, ob es passt. Wenn du am Strom der Göttlichkeit angeschlossen bist, malst du aus dem Herzen. Dann fließt sozusagen dein Bild zu dir. Du wirst eins mit ihm.“
Das ist ihr bis jetzt nur einmal im Leben gelungen. Sie verdrängt die Erinnerung. Doch der Phönix von damals hängt sich hartnäckig in ihre Gedanken. Sie will es wegschieben. Das Gespräch mit der Lehrerin Frau Hansen über ihr mit geschlossenen Augen gezeichnetes Bild war schuld, dass sie nicht rechtzeitig nach Hause kam. Die Wirkung der Tabletten hatten gerade ihre Wirkung getan, um ihre Mutter einschlafen zu lassen. Für immer.
Den Gurt für sein Schwert hat er vorsichtig entfernt und an seinem Gürtel befestigt. Das Gewicht des Schwertes zieht den Gürtel nach unten. Und er darf es ausbalancieren beim Gehen. Es verleiht ihm einen fast humpelnden Schritt. Er bleibt stehen. Übt, gerade zu gehen trotz des Ungleichgewichtes. Ein paar Schritte zu dem Würstchenstand. Dann zurück. Nach einigen Übungs-Gehschritten gibt er sich endlich zufrieden. ´Ich darf auf keinen Fall auffallen!´ Seinen dunkelgrauen Umhang mit den im Saum eingenähten dunkelgrünen Smaragden hat er hinter sich geworfen. Er zieht noch einmal das Halstuch über die Nase und die Kapuze tief in die Stirn. ´Das müsste genügen, um unerkannt zu bleiben…´, denkt er noch. Er nimmt zwei, drei tiefe Atemzüge und öffnet vorsichtig die Türe zum Zelt. Er bleibt auf der Schwelle stehen und schaut sich um. Die Sonne hinter ihm lässt sein Gesicht im Dunkeln. Das ist ihm sehr recht. Er sieht die Frau an den Tresen stehen. Genau neben der Glasbox, die in dem Balken eingearbeitet ist. ´Das ist sie!´ Hoffnungsvoll schreitet er mit festem Schritt auf sie zu. Sie scheint irgend etwas mit den Händen zu bewerkstelligen. ´Malt sie etwa?´. fragt er sich.
Neugierig geht er ein paar Schritte auf die schlanke Frau zu. Eine freche Strähne ihres rotbraunen langen Haares hat sich aus ihrer Kapuze gestohlen. Sie scheint es nicht bemerkt zu haben. Er lächelt sie an.
Laia öffnet die Augen, um ihr Kunstwerk zu begutachten. Genauer. Die Details. Die Technik.
Plötzlich verdeckt ein großer Schatten den Vogel. Instinktiv will sie den Schatten zuerst mit der Hand wegwischen, der ihren Phönix verdunkelt. Vergeblich. Unwirsch schaut sie auf, um die Ursache des Schattens erkennen. Den Störenfried wegschicken. Sie sieht hoch – und sie erschrickt…
Er sieht ihr Erschrecken. Und kann es nicht deuten. Er tastet vorsichtig nach seinem Halstuch. Erleichtert stellt er fest, dass es noch über die Nase gezogen ist und nur die Augen freigibt. Aufmerksam betrachtet er sie.
Sie fällt gleichsam in die tiefsten blauen Augen, die sie je gesehen hat. Ihr Körper beginnt zu vibrieren, zu zittern. Vor Angst. Es fühlt sich aber nicht so sehr nach einer bekannten Angst an. Etwas Unbekanntes. Tiefes. Etwas, das älter ist als sie. Etwas, das Panik in ihr auslöst. Es fühlt sich gefährlich an. Und gleichzeitig faszinierend. Dieses Prickeln, das ihren Körper in Ekstase versetzt. Ihren Puls beschleunigt und sie innerlich beben lässt.
Laia versucht, sich zu erinnern. Das Gefühl zuzuordnen. Einzuordnen. Vergeblich.
Ihre strahlenden grünen Augen ziehen ihn in den Bann. Es scheinen sich die gesamten Meere in ihnen zu sammeln. So weit. So strahlend. So versinkend. So unendlich tief. Am liebsten wäre er einfach nur dagestanden und hätte sich fallen lassen in diese Weite ihrer Seelenfenster.
´Wie er mich anschaut…!´, bemerkt sie. Es freut. Es macht sie … glücklich. Dass er seinen Blick von ihr nicht lösen kann. Sie betrachtet den hochgewachsenen Mann mit dem dunkelgrauen Mantel eingehender. Er wirkt stark gebaut, doch nicht zu muskulös. Schade, dass er dieses Tuch vorm Gesicht hat. Ich hätte ihn so gerne angeschaut. Sie weiß, sie sollte Angst haben vor diesem fremden Mann. Sie fühlt aber nur Anziehung. Unglaubliche Anziehung. Sie stellt sich plötzlich vor, wie er sie so anschaut. Begehrend. Sie zwingt sich, den Blick loszureißen. Vernünftig zu sein. Zu klären, was der Fremdling hier will.
Er genießt jede Sekunde dieses Verschmelzens mit dieser Frau. Die Verbindung zu dieser Fremden, die ihm so bekannt vorkommt. Er kann es sich nicht erklären. ´Oh!´ Er sieht, wie sie wegschaut, die Augen abwendet. Er spürt Enttäuschung. Große Enttäuschung. Und Ernüchterung.
Schnell lässt er seinen Blick durch das ganze Zelt schweifen. Wie konnte er nur so nachlässig sein!? Er sieht einen kleinen Mann weiter in einem Haufen verschiedenster Stoffe kramen.
Der Kleidung nach ist es ein Schwarzkutte.
Er sieht das Kurzschwert an dem Kleiderständer auf dem Boden lehnen. ´Wie unvorsichtig!´, denkt der Neuankömmling.